5. Juni 2019Rubrik Paraguay
Hilfsaktion erfolgreich!

Die anhaltenden Regenfälle in Paraguay haben im April und Mai zu einer Notsituation geführt. Der Wasserstand in Asunción, Paraguay und auch weiter im Norden ist auf 7,56 m gestiegen ist. Das heißt, dass sich Asunción nur noch 44 cm unter der Katastrophenmarke befindet. In anderen Städten, wie zum Beispiel Albert ist der Wasserstand des Flusses inzwischen bei 9,70 m, wobei der Normalzustand bei 3,50 m liegt.

 

Von den Überschwemmungen sind also nicht nur diejenigen betroffen, die nahe bei den Flüssen leben. Viele Menschen haben nicht nur ihre Häuser verloren, sondern auch ihr Vieh, alles Hab und Gut. Viele Schüler können im Moment nicht zur Schule gehen. In manchen Gegenden sind ganze Dörfer durch das Wasser komplett von der Außenwelt abgeschlossen.

 

 

Die Schulgemeinschaft des Colegio Johannes Gutenberg in Asunción wollte sofort helfen. Dazu haben sie sich bei einer Nationalen Kampagne der Solidarität „Operación Abrazo“, auf Deutsch „Umarmung“, eingeklinkt. Diese Aktion wird organisiert von der Evangelischen Kirche in Paraguay, der evangelischen Pastoren in Paraguay und des Freiwilligendienstes der Mennoniten. Gesammelt werden Lebensmittel, Hygieneartikel, Decken, Matratzen. All diese Sachen werden dann den weiten Weg zu den ungefähr 62.000 Familien gebracht die von den Überschwemmungen betroffen sind – das sind in etwa 240.000 Personen.

 

Die Schule hat also über verschiedene Netzwerke und soziale Medien in die Schulaula unserer Johannes-Gutenberg-Schule eingeladen und Schülern, Lehrern und Eltern die Situation vor Augen geführt und ein Bewusstsein für die Not in ihrem Land geschaffen. Wir sind sehr stolz auf diese Schulgemeinschaft die mit dem wenigen was sie haben, anderen helfen wollen. Sogar die kleinsten der Kleinen haben sich an der Sammelaktion beteiligt.

Am 31. Mai wurden dann alles an einem Platz gesammelt und zu kleinen Paketen gepackt. Ein Packet soll einer Familie vier Tage lang helfen. Nach dem verpacken werden die Hilfspakete zu verschiedenen Orten im Land transportiert – die erste Verteilung von 1.000 Lebensmittelpaketen wurde bereits durchgeführt.

In den nächsten Tagen werden noch mehr Regenfälle erwartet. Wir hoffen, dass die Wassermassen bald ablaufen und die Menschen die Hilfe unserer Schüler als Umarmung und Segen in dieser Zeit empfinden.